Besondere Angebote

Hier finden Sie gebündelt, was die vhs Ihnen jenseits des klassischen Kursangebotes bietet: Kooperationsangebote wie die Easy Uni (mit der Diakonie Stetten) aber auch saisonale oder themenspezifische Kurse von Sommerangeboten über Prüfungsvorbereitung bis zu Frauen-/Männerkursen oder Exkursionen. 

vhs Unteres Remstal, Regionalstelle "Verbraucherbildung für Familien und Erwachsene in Baden-Württemberg"

Allgemeinbildung ist in einer sich ständig weiter entwickelnden Gesellschaft wichtiger denn je. Davon ist die Verbraucherbildung ein wichtiger Bestandteil. Sie vermittelt vielfältige Alltagskompetenzen und selbstbestimmtes Verbraucherhandeln.

Mit der Vermittlung von Finanz-, Medien- und Konsumkompetenz stärkt sie die Verbraucher in der Beziehung zu Unternehmen, ermöglicht einen selbstbestimmten Lebensstil und verbessert so die gesellschaftliche Teilhabe.

Die vhs Unteres Remstal kooperiert bei diesem Projekt mit allen Volkshochschulen im Rems-Murr-Kreis:

vhs Backnang
vhs Murrhardt
vhs Schorndorf
vhs Winnenden


Das Projekt Verbraucherbildung für Familien und Erwachsene in Baden-Württemberg wird vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gefördert und von der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft der Familien-Bildungsstätten in Württemberg und dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg durchgeführt.

Die Veranstaltungen sind für die Teilnehmenden kostenlos, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. 

Kursdetails

Überflüssiger Überfluss – Wie geht nachhaltige Ernährung?

Kursnr. 22H10224N
Termin/-e Mi., 30.11.2022, 19:00 - 20:30 Uhr
Dauer 1 Termin
Status Anmeldung möglich
Kursort vhs-intern; online
Kursleiter Roman Herre
Gebühr gebührenfrei
Teilnehmer 0 - 20
Kooperationspartner Deutscher Volkshochschul-Verband
Bäckermeister Roland Schüren (Bäckermeister Roland Schüren)

Kursbeschreibung

Ein Drittel unserer deutschen Wocheneinkäufe wird im Müll entsorgt. Knapp die Hälfte davon könnte noch gegessen werden. Laut einer WWF-Studie von 2015 werden in Deutschland 2,6 Millionen Hektar Land umsonst bewirtschaftet. Das führt zu 58 Millionen Tonnen überflüssiger Treibhausgase. Der globale Lebensmittelsektor verbraucht 30 Prozent aller genutzten Energie. Übrigens: In anderen Teilen der Erde hungern immer noch 811 Millionen Menschen.

Auf der anderen Seite steht eine Vielzahl an Initiativen und Akteuren, die vorleben, wie wir unsere Nahrung nachhaltig organisieren können. Wie das geht und wie wir mit unserem Einkauf das Klima und das Leben zu Wasser und zu Lande schützen können, diskutieren wir gemeinsam.

Roland M. Schüren ist Bäckermeister und leitet einen traditionsreichen Familienbetrieb. Sein Ehrgeiz strebt nach dem geringstmöglichen ökologischen Fußabdruck. Sein Unternehmen verbraucht selbst erzeugten Solarstrom und wurde dafür mit verschiedenen Preisen ausgestattet. Außerdem verbackt Schüren in seiner Backstube ausschließlich ökologisch und nachhaltig produziertes Getreide und andere Rohstoffe - ohne industrielle Fertigmischungen und Backbeschleuniger. Ist das in unserem gegenwärtigen Wirtschaftssystem nur versponnener Idealismus oder echte Zukunftsmusik? Und kann Bio die Welt ernähren?

Roman Herre ist Agrarreferent bei der Menschenrechtsorganisation FIAN. Die Organisation setzt sich für das Menschenrecht auf Nahrung ein. Herres These lautet: Hunger ist in erster Linie Ursache von Diskriminierung der Hungernden: Kleinbäuerinnen, Landlose, städtische Arme oder Indigene. Denn schon jetzt habe jeder Mensch auf der Welt rein rechnerisch 30 Prozent mehr zu Essen als noch vor 50 Jahren. Die Politik müsse den multiplen Diskriminierungen dieser Gruppen entgegenwirken, deren Bedürfnisse und Foderungen stärker berücksichtigen und sie aktiv in Strategien zur Hungerbekämpfung einbinden. Das Motto sollte lauten: Von Objekten der Hungerzählung zu aktiven Subjekten der Hungerbekämpfung.

Stadt.Land.Welt. - Web. Eine digitale Vortragsreihe zu den Sustainable Development Goals der Agenda 2030


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